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Sächsische Biografie: Biografie des Monats (August 2019)

Friedrich Naumann (1860–1919)

Friedrich Naumann

Für Sachsen ist 2019 ein Super-Wahljahr: Nach den Europa- und Kommunalwahlen im Mai stehen in wenigen Wochen die Landtagswahlen vor der Tür. Die Wahlplakate der unterschiedlichsten Parteien, mit denen derzeit die Straßenränder gepflastert sind, mögen so manche_n optisch stören, sind aber doch ein sichtbares Zeichen für eine pluralistische Demokratie. Die Anfänge der deutschen Parteienlandschaft reichen bis in das Kaiserreich zurück – und sie führen unter anderem nach Sachsen. So gilt der 1860 in Störmthal bei Leipzig geborene Friedrich Naumann als einer der bedeutendsten Vertreter des Liberalismus. Als Pfarrer kam er mit sozialen Fragen wie Genossenschaftsgründung, Armen- und Altenpflege und Jugendarbeit in Berührung. In dieser Zeit entwickelte er seine Thesen von einer Verbindung von Staat und christlichem Sozialismus, die er mehrfach publizierte. Um sich ganz der Politik widmen zu können, schied Naumann 1897 aus dem Pfarrdienst aus. Als Spitzenkandidat der DDP zog Naumann 1919 in die deutsche Nationalversammlung ein. Anlässlich seines 100. Todestags am 24. August gedenkt die Sächsische Biografie eines der bedeutendsten Politiker des Kaiserreichs.

(Autorin: Dörthe Schimke)

 

 

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